Einblick

Hier sammelt Maria Kisters Eindrücke und hält diese für Sie fest.

20. Mai 2021

Wir hatten ein Gespräch...

...über Gott und die Welt, übers älter werden, wie sie es erlebt und wie ich es erlebe. Darauf habe ich dieses Gedicht bekommen.
Es sind ganz sinnige, persönliche Gedanken, dass ich es Ihnen nicht vorenthalten möchte. Frau Frei ist einverstanden, dass ich es mit Ihnen teile.
 

Gedicht

"ich lass meine Zeit in deinen Händen, lasse sie einfach los...
Du allein kannst mein Leben beenden, Du allein bist mächtig und gross...
Ich schliesse die Augen und träum vor mich hin:
Wofür kann ich jetzt noch taugen, was ist jetzt mein Lebenssinn?
Einbisschen Plaudern, ein wenig beraten, ein angenehmes Gegenüber sein;
doch zu grössren taten ist mein Können einfach zu klein...
 
Und so träum ich und staune zum Fenster hinaus, bin still zufrieden,
sehne mich nicht nach Saus und Braus.
 
Willkommen spätes Leben! du bringst Beschaulichkeit...
hast sooo viel noch zu geben und ich hab dafür Zeit.
Zeit zum Denken, Zeit zum Dichten, Zeit zum Zufrieden sein...
Zeit auch, um sie zu verschenken, denn was mein ist, ist auch dein.
 
Und wer die Zeit loslässt, der wird zeitlos...und alle die die Zeit los sind, 
sie alle - leben ewig -
in den Gedanken, in den Träumen, nichts mehr werden sie versäumen...
willkommen Ewigkeit."
 
Freuen sie sich auf 70 Frau Kisters!
Herzlich Mariana Frei
 

 

 

 

8. Dezember 2020

weisch no früener...

Ein Geschmack, eine Form, ein Ritual wecken oft Erinnerungen. Kindheitserlebnisse längst verflossener Tage. Wie lebendig dann Erinnerungen erzählt werden, als wär es gestern gewesen. Grittibänz gehören auch dazu. Der "Samichlaus" hat verschiedene Gefühle hinterlassen. Früher war das noch anders. Aufwendige Vorbereitungen, Sprüchli und Liedli lernen, Vorfreude und Angst prägen die Geschichten. Bei uns kommt er natürlich nicht. Er geht zu Kindern. Natürlich feiern wir den St. Nikolaus auch. Bei uns gibt es ein gemütliches Griitibänzmanderinlinüsslischöggelichäsplatteznacht. Wir lesen eine St. Nikolaus Sage vor, singen und reden eben über die mehr oder weniger guten alten Zeiten.

 

 

 

 

30. November 2020

In der Ruhe liegt die Kraft

Roman geniesst die Ruhe in der Stube. Jetzt, wo es draussen neblig, düster und kalt ist, wird das Daheim zu einem wertvollen Rückzugsort. Ofenwärme und Kerzenlicht machens wohlig. Die Stube, sei es zum Nickerchen oder Zeitung lesen, Plaudern, Musik hören oder Spielen, ist ein Begegnungsort für die Gemeinschaft. Jeder hat so seine Plätzchen. Die einen sitzen lieber beim Kachelofen -  in der Essstube, andere eher beim Eingang, wo etwas zu sehen ist, wieder andere lieber im Zimmer, in der ganz persönlichen Atmosphäre.

Haben Sie auch so Plätzchen, wo sie sich geborgen fühlen?

In dieser Zeit, wo die Natur sich ganz zurückzieht, die Kräfte ganz nach Innen gerichtet sind, empfinde ich in mir auch eine Bewegung nach Innen, vielleicht sogar ein blühen nach Innen. 

 

 

 

 

 

10. November 2020

geschafft!

Nach viel Mühe und Fleiss von Handwerkskunst, Planer und Erfinder stehen nun die Gedanken in Form von neuen Zimmern auf beiden Dächern. Die Häuser haben so zu einem harmonischen Abschluss gefunden. Nun können wir noch mehr auf die Bedürfnisse der Menschen antworten. Ein eigenes Zimmer ist eine Notwendigkeit für viele Menschen. Egal in welchem Alter. Allerdings sind auch Zweier Zimmer nach wie vor für einige Menschen die bessere Lösung. Nicht allein sein, jemanden neben sich zu wissen, ist manchmal wichtiger.

Wir sind dankbar für die neuen Möglichkeiten durch die wunderschönen Einer Zimmer mit Weitblick, die isolierten Mauern, das nutzen von Sonnenergie, das freundliche äussere durch die Holzfassade.

Nun sind wir gut gerüstet für die Zukunft. Jetzt liegt es an uns und den Bewohnerinnen und Bewohner, die neuen Räume zu gestalten und zu beleben. 

 

 

 

 

 

22. Oktober 2020

ein heller Morgen

Ein heller Morgen kann so viel bewirken. Da fühle ich mich weiter, freier, offener, verspüre eine freudige Stimmung. Gerade in diesen Zeiten, wo Nähe, Gesicht zeigen und Händedruck nicht mehr sein sollen, ist die Natur eine kompetente Begleiterin, Trösterin und Lehrerin. - So machen wir, wie es die Natur uns vormacht, auch einfach das Beste daraus. Wir versuchen, das Leuchten der Herbstfarben, die Geduld, das Bedingungslose in unserem Sein nachzuahmen.